5 Minuten Licht aus für das Klima

Den folgenden Beitrag unter die Kategorie “Lichter” zu packen hat schon was von Ironie: Ausgehend von dem Sprichwort “Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen” möchte ich hier hin und wieder kleine Ideen veröffentlichen (nicht unbedingt nur meine eigenen!): Was können wir tun, um diesen Planeten etwas lebenswerter zu machen bzw. ihn überhaupt für unsere Kinder zu erhalten.

Die Ironie liegt jetzt darin, dass es darum geht, für 5 Minuten die Lichter auszuschalten:

Machen Sie mit bei der größten Bürgeraktion gegen den Klimawandel am 1.
Februar 2007!

Das französische Umweltbündnis “L’Alliance pour la Planete”
http://www.lalliance.fr/ ruft alle Bürgerinnen und Bürger zu einer einfachen
Aktion auf:

FÜNF MINUTEN PAUSE FÜR DEN PLANETEN

Schalten Sie am 1. Februar 2007 zwischen 19.55 Uhr und 20.00 Uhr alle
Lichter aus und trennen Sie alle elektrischen Geräte vom Netz.

Es geht nicht darum, an diesem Tag fünf Minuten lang Strom zu sparen,
sondern darum, die Bürgerinnen und Bürger, die Medien und die
Entscheidungsträger auf die Energieverschwendung aufmerksam zu machen und
auf die Notwendigkeit sofort zu handeln!

Fünf Minuten Pause für den Planeten – das kostet nicht viel Zeit, das kostet
kein Geld, und es wird den Politikern und Politikerinnen zeigen: Der
Klimawandel ist ein Thema, das die politische Debatte bestimmen muss.

Warum am 1. Februar? An diesem Tag erscheint in Paris der neue Bericht des
IPCC, der zwischenstaatlichen Klima-Expertengruppe der Vereinten Nationen.
Diese Gelegenheit muss genutzt werden, um den Blick auf die Dringlichkeit
des weltweiten Klimaproblems zu lenken.

Wenn wir uns alle beteiligen, wird diese Aktion große Wirkung in den Medien
und bei der Politik haben!

Bitte verbreiten Sie diesen Aufruf so weit wie möglich über Ihre Verteiler,
auf Ihren Internetseiten und Newslettern.

Kontakt:
Cyrielle den Hartigh, Les Amis de la Terre
cyrielle.denhartighätamisdelaterre.org
http://www.amisdelaterre.org/Participez-a-la-plus-grande.html

Lichter

Die größte Macht im Universum

Berg+Meer

Vor langer Zeit waren die Götter und Göttinnen dieses Universums besorg über den Fortschritt, den die Entwicklung der Menschheit nahm. Sie dachten, dass es sehr gefährlich sein könnte, wenn die Menschen die größte Macht des Universums finden würden, bevor sie tatsächlich reif genug dafür wären. Also entschieden sie, diese Macht so lange zu verstecken, bis die Menschen weise genug sein würden, um sie dienlich für alle Wesen des Universums zu gebrauchen.

Sie berieten sich miteinander, wo sie die Macht am besten verstecken könnten.
Einer der Götter schlug vor, die Macht auf dem höchsten Berg der Erde zu verstecken. Aber schnell erkannten sie, dass der Mensch bald alle Berge erklimmen würde und die Macht dort nicht sicher genug aufbewahrt wäre.

Eine andere Göttin schlug vor, die Macht an der tiefsten Stelle im Meer zu verstecken. Aber auch dort sahen sie die Gefahr, dass die Menschen sie zu früh finden würden.

Dann äußerte die weiseste aller Göttinnen ihren Vorschlag: „Ich weiß, was zu tun ist. Lasst uns die größte Macht des Universums in den Menschen selbst verstecken. Sie werden dort erst dann danach suchen, wenn sie reif genug ist, denn sie müssen dazu den Weg in ihr Inneres gehen.“

Die anderen Göttinnen und Götter waren von diesem Vorschlag begeistert – und so versteckten sie die größte Macht des Universums im Herzen der Menschen selbst.

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8 Gründe, warum ich gerne spüle

Viele Menschen können nicht verstehen, dass wir immer noch keine Spülmaschine haben. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Ich spüle gern. Spülen kann eine sehr schöne Tätigkeit sein, die sich sehr vielfältig gestalten läßt.

  • Spülen ist oft für mich aktive Meditation: Achtsames Tun.
    Meine Wirbelsäule freut sich: Wenn ich aufrecht vor der Spüle stehe kann ich meine gerade Haltung trainieren.
  • Spülen ist sehr zeitökonomisch, denn ich kann mehrere Dinge auf einmal machen: notwendige Hausarbeit erledigen und einen Vortrag oder ein schönes Hörbuch hören.
  • Ein schmutziger Teller kann mich an ein leckeres Essen erinnern.
  • Spülen ist eine einfache Methode, anderen Menschen eine Freude zu machen: ich wohne in einer WG – die anderen freuen sich immer, wenn gespült ist ;-)
  • Es ist auch eine Möglichkeit, meine Dankbarkeit auszudrücken, denn meistens werde ich – sehr gut! – von meinen MitbewohnerInnen bekocht.
  • Der besondere Vorteil jetzt im Winter: Beim Spülen hat man angenehm warme Hände.
  • Und es gibt ein direkt erfahrbares Erfolgserlebnis:

Vorher:

Vorher

Nachher:
nachher

“Es gibt andere Helden”

Foto Howard Zinn

Neben all den Schreckensmeldungen, die wir täglich in der Zeitung lesen (müssen?!), gibt es zum Glück auch immer wieder kleine Highlights. Das Interview mit Howard Zinn ist ein solches.


HOWARD ZINN, 84, war Werftarbeiter, Streikführer und Air-Force-Pilot, bevor er zum populärsten linken Historiker der USA aufstieg. Er unterrichtete am Spelman College, der heutigen Universität von Atlanta, Georgia, später wurde er Geschichtsprofessor an der Boston University. Berühmt wurde Zinn, der sich auch in der Bürgerrechts- und Antikriegsbewegung engagierte, vor allem durch “A People’s History of the United States”.

Die “Geschichte des amerikanischen Volkes” erzählt die Historie von 1492 bis heute, aber nicht als Geschichte ruhmreicher Eroberer und tugendhafter Präsidenten, sondern aus der Perspektive der einfachen Leute: der Indianer, die sich gegen die Genozide wehrten und brutal ermordet wurden, aus dem Blickwinkel der armen Einwanderer, die in regelmäßigen Wellen in das Land geschwemmt wurden, aus der Sicht der schwarzen Sklaven, der einfachen Arbeiter. Aber es ist nicht nur eine Geschichte der Besiegten. Howard Zinn versucht, den offiziellen Helden wirkliche Helden gegenüberzustellen – etwa die Abolitionisten, die eine Bewegung für die Abschaffung der Sklaverei entfachten, deren Forderungen sich Abraham Lincoln nur mit Widerwillen beugte. (s. taz vom 2.1.07)


Das sehr lesenswertes Interview mit ihm findet sich hier

Mut und Verantwortung

Agustin Aguayo

Der US-Kriegsdienstverweigerer Agustín Aguayo ist seit Anfang Oktober im US-Militärgefängnis in Mannheim inhaftiert, weil er sich weigerte, sich zwangsweise zum erneuten Einsatz in den Irak bringen zu lassen. Zudem lehnt das Militär seit über zwei Jahren seine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer ab. Nun droht ihm eine Strafe von bis zu sieben Jahren Haft. Das Militärgerichtsverfahren begann am 12. Dezember 2006 in Schweinfurt.

Meiner Meinung nach zeigen Menschen wie Agustin Aguayo Mut und Verantwortung. Sie sind bereit, harte Konsequenzen für ihre Entscheidungen in Kauf zu nehmen. Wichtiger als Gehorsam ist es, sich selbst treu zu bleiben.

Unterstützen Sie den US-Verweigerer Agustín Aguayo und senden Sie ihm online eine Solidaritätspostkarte. Damit können Sie auch dem US-Militär zeigen, dass Agustín Aguayo internationale Unterstützung genießt.

Kontakt und weitere Informationen finden sich hier

Licht2

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