Archive für Juli 2007

Sprache schafft Wirklichkeiten

sprache.jpg

“Längst werden nicht nur Fußballstadien gegen Geld auf Markennamen getauft, sondern zum Beispiel auch Hörsäle. Der Hörsaal H5 der Universität Erlangen-Nürnberg heißt seit kurzem „easyCredit“, … an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt kann man im Aldi-Süd-Hörsaal studieren.
Das ist kein Grund für kulturpessimistische Wutanfälle, es ist nur ein bisschen wahnsinnig. Es wirkt, als wollten Markenartikler die ganze Welt mit ihren Logos tapezieren, wie kleine Kinder, die sich für allmächtig halten.”

Zum Glück rächt sich das auch manchmal:

“Am liebsten würden Markenartikler vermutlich unbequeme Worte aussortieren. McDonald’s versucht das gerade. Die Redaktion des Oxford English Dictionary soll doch bitte die Definition des Begriffs „McJob“ ändern, verlangt McDonald’s. Derzeit versteht der Lexikon-Klassiker unter einem McJob eine „nicht stimulierende, gering bezahlte Arbeit mit geringen Aufstiegsaussichten, insbesondere eine Stellung, die durch die Erweiterung des Dienstleistungsbereichs entstanden ist“. Eine Vokabel wie McJob ist die Rache der Wirklichkeit an den Werbetextern.”

Kompletter Artikel in brand eins 05/07 “Hier spricht das Produkt”

Auch ein Opfer der Rechtschreibereform?

Spoony

… oder wie schreibt man Legastenie auf Englisch???

.

__________

Loving kindness


Eine Postkarte von einer Freundin, die ich nur selten sehe, mit der ich mich dennoch tief verbunden fühle. Danke.

Politisches Geschick

Fische

Die Zeit vor der letzten Bundestagswahl: Schröder und Merkel sitzen, umringt von Schaulustigen und Reportern, am Ufer der Spree und fischen.
Geschickt wie sie ist, fängt Merkel einen Fisch und möchte ihn auch gleich vorschriftsmäßig  mit einem Schlag auf den Kopf töten.
Unter den Schaulustigen  wird unwilliges Gemurmel laut: “Tierquälerin, Vielfraß, Buh, …”
Merkel wird es mulmig und sie wirft den Fisch wieder ins Wasser.
Kurze Zeit später fängt Schröder einen Fisch, zieht ihn raus, legt ihn in seinen Schoß und beginnt den Fisch zu streicheln.
Zustimmendes Murmeln.
“Ja Gerhard,” fragt Merkel , “was machst du denn da?”
Antwortet Schröder: “Schau, den Leuten gefällt’s und sterben tut der Fisch so auch…”

“Denkanstoß”

Als “Denkanstoß” hat Angela Merkel die neuesten Vorschläge unseres Innenministers zur Terrorbekämpfung (z.B. gezielte Tötungen) bezeichnet. Es dürfe weder Denkverbote und Denkblockaden geben.
Wer will schon “Denkverbote”? Und genau - wozu sollten “Denkblockaden” gut sein?

ABER folgende Lehre aus dem Talmud sei auch dabei “bedacht”:

“Achte auf deine Gedanken,
denn sie werden Worte.

Achte auf deine Worte,
denn sie werden Handlungen.

Achte auf deine Handlungen,
denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten,
denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter,
denn er wird dein Schicksal.”

.

Welchen “Charakter” wird eine Bundesrepublik Deutschland bekommen, wenn die gezielte Hinrichtung von Menschen legal wird?

Und was wird ihr Schicksal sein??

______

Veränderungen sind möglich!

oxfam - starbucks

Starbucks lenkt ein - Oxfam beendet Kampagne

Am 20. Juni haben die äthiopische Regierung und Starbucks eine Vereinbarung zu Vertrieb, Marketing und Lizenzierung von äthiopischem Kaffee unterzeichnet. Dies ist ein wichtiger Erfolg, vor allem für die äthiopischen Kaffeebäuerinnen und -bauern, die hierdurch einen größeren Anteil am Verkaufserlös ihrer weltbekannten Kaffeemarken Sidamo, Harar und Yirgacheffe erhalten können. Oxfam gratuliert Starbucks zu diesem richtigen Schritt und stellt seine Starbucks-Kampagne ein. Wir danken den über 96.000 Unterstützer/innen weltweit, die durch ihre Teilnahme an der Kampagne Starbucks zum Einlenken bewegt haben.

Quelle: Oxfam Deutschland e-Newsletter Juli 2007

Mehr Infos Presseerklärung von Oxfam

Abendhimmel

Abendhimmel
.
Fehlen nur noch die Apokalyptischen Reiter …

  

|