TEDx: What makes a good life?

In diesem Talk:
* Was lässt uns im Leben glücklich sein?
* Antworten aus einer Umfrage in der „Generation Y“ …
* Eine Langzeitstudie mit 724 Männern über 75 Jahre, begonnen 1938
* Teilgenommen haben zwei Gruppen: 1.) Anfänger eines Harvard-Studiums, 2.) Jungen aus den ärmsten Vierteln Bostons
* Die wichtigste Erkenntnis aus der 75-jährigen Studie: „Der wesentlichste Faktor für Glück und Gesundheit sind unsere Beziehungen, in denen wir uns wertgeschätzt und aufgehoben fühlen.“
* Dazu eine aktuelle Statistik: 20% der Amerikaner sagen, dass sie einsam sind.
* Entscheidend für das Glücksempfinden ist die Qualität der Beziehung(en).
* Zufriedenstellende Beziehungen haben Einfluss auf Gesundheit, Schmerzempfinden und Lebenserwartung.
* Am glücklichsten waren die Rentner, die ihre vorherigen Arbeitskollegen aktiv durch neue Freunde ersetzt haben.
* Ein gutes Leben besteht aus guten Beziehungen.

Wie der Wille zur Performance uns am Lernen hindert (TED-Talk)

11-minütiger TED-Talk über die Performance-Falle: Jedes Mal, wenn wir unter Druck stehen, etwas zu leisten, leisten wir es uns nicht zu lernen.
.
Einige Thesen und Themen aus dem Vortrag:
  • Auch wenn wir viel Zeit für eine Tätigkeit aufwenden (Beruf, Hobby, Alltagsperformance …), heißt das nicht, dass wir damit trainieren und besser darin werden.
  • Es gibt eine Performance-Zone und eine Lernzone.
  • Um dem Anspruch eine Leistung zu erbringen gerecht zu werden, gehen wir in die Performance-Zone. Damit entscheiden wir uns – oft unbewusst – gegen die Lernzone.
  • Wenn wir trainieren wollen und unser Ziel ist, etwas Neues zu lernen oder unsere Performance zu optimieren, müssen wir in die Lernzone gehen.
  • Lern- und Performance-Zone unterscheiden sich und unser Verhalten und unsere Haltung verändern sich, je nachdem in welcher Zone wir uns bewegen.
  • In der Lernzone müssen wir damit rechnen, Fehler zu machen. Dort erlauben wir es uns, Fehler zu machen. Wir lernen aus unseren Fehlern, weil wir die Grenzgebiete erforschen.
  • Untersuchungen zeigen, dass nach den ersten Berufsjahren unsere Leistung stagniert.
  • Was brauchen wir, um uns mehr in der Lernzone bewegen können …
  • Drei Dinge, die Einzelne machen können, um sich mehr in der Lernzone zu bewegen …
Hier den TED-Talk im Original anschauen mit Auswahl der Untertitel und Transkripts:
.
Ein weiterer Post / TED-Talk zu diesem Thema:

Die erste Morgenstunde

Vor einiger Zeit bin ich auf ein Buch gestoßen, das ich seitdem selber nutze und auch schon mehreren meiner Klient*innen empfohlen habe, die zu mir in die Therapie oder ins Coaching kommen: Das 6-Minuten-Tagebuch. Es ist ein Arbeitsbuch und wer bereit ist, damit zu arbeiten, darf darauf vertrauen, dass sich Lebensgefühl und Lebensperspektive Schritt für Schritt verändern.

Auf den ersten 70 Seiten des Buches werden Grundlagen der Positiven Psychologie beschrieben, es wird erklärt, wie das Buch genutzt werden kann und welchen wissenschaftlichen Hintergrund die einzelnen Schritte haben. Wer in die Theorie tiefer einsteigen will, erhält mit den ca. 50 Anmerkungen im Anhang Verweise auf Fachbücher, Studien und wissenschaftliche Artikel. Mittlerweile gibt es ja zum Glück eine recht umfassende Forschung zur Positiven Psychologie.

Der Hauptteil des Buches, das eigentliche Tagebuch, besteht aus jeweils 1-seitigen, gut strukturierten Anregungen für eine tägliche kurze Morgen- und Abendroutine zur Selbstreflexion. (Umfang in diesem Buch für ca. 20 Wochen)

Es mag kritisiert werden, dass diese Seiten immerzu gleich sind, aber ich halte es für eine gute Idee, über die regelmäßige Wiederholung der 6 Themengebiete (drei davon morgens, drei am Abend) diese Perspektive „einzuschleifen“:

Morgens:

  • Drei Dinge für die ich dankbar bin …
  • Was würde den heutigen Tag wundervoll machen?
  • Eine positive Selbstbestärkung

Abends:

  • Was habe ich heute Gutes für jemanden getan?
  • Was werde ich morgen besser machen?
  • Drei tolle Dinge, die ich heute erlebt habe.

Die Rückmeldungen meiner Klient*innen, sind durchweg positiv. Die Themen, auf die sich dieses Buch richtet, sind dabei nicht besonders neu oder anders, der Mehrwert besteht jedoch darin, das die „6-Minuten“-Suggestion dazu beiträgt, wirklich eine tägliche Routine zu entwickeln und damit den Fokus unserer Wahrnehmung und Aufmerksamkeit bewusst zu gestalten.

Zugegeben: Mir reichen die vorgegebenen 2 mal 3 Minuten selten aus. Aber auch wenn es 2 mal 10 Minuten sind – der Einsatz lohnt sich. Wir putzen uns täglich die Zähne, wir bürsten unser Haar und waschen unseren Körper. Warum nur verwenden wir so selten und so wenig Zeit auf unsere emotionale, mentale und seelische Hygiene?

Die Morgen- und Abendroutinen dieses Buchs erinnern mich und meine Klient*innen daran, uns ebenso regelmäßig Zeit für diese Selbstpflege und Selbstbestärkung zu nehmen.

Danke für dieses Buch. Es ist ein wertvolles Hilfsmittel zu mehr Selbstbewusstsein und Lebensfreude.