Kaufen oder spenden?

Am Fashion Revolution Day am 24. April führte die Organisation Fashion Revolution in Berlin ein interessantes Experiment durch: Sie stellen einen Automaten auf, wo man für 2€ ein T-Shirt kaufen konnte. Warf man 2€ ein, erhielt man eine kurze Information, unter welch ausbeuterischen Bedingungen heute die meisten T-Shirts hergestellt werden. Dann wurden die potentiellen KundInnen jedoch vor die Wahl gestellt: Wollen sie wirklich das billige T-Shirt kaufen? Oder spenden sie lieber die 2€, die sie bereits in den Automaten geworfen haben?

Das Ergebnis des Experiments ist ermutigend: Die Menschen zeigten bei Betrachtung der Bilder von den Produktionsstätten durchweg eine große Betroffenheit. Und wenn sie informiert sind, fällt den meisten die Wahl nicht schwer: Die Mehrheit entschied sich für die Spende.
Fazit: Informationen über Produktionsbedingugen können das Kaufverhalten verändern.

Wie das Jahr wird …

Lotusblume
Die Lotusblüte wächst gut in Modder und Schlamm und ist ein Symbol der Reinheit.

Es ist das beste Zeitalter, es ist das schlimmste Zeitalter.
Es ist das Zeitalter der Weisheit, es ist das Zeitalter der Dummheit.
Es ist die Zeit des Glaubens, es ist die Zeit des Zweifels.
Es ist die Jahreszeit des Lichts, es ist die Jahreszeit der Dunkelheit.
Es ist der Frühling der Hoffnung, es ist der Winter der Verzweiflung.
Wir begegnen tausend Dingen, und wir stehen der Leere gegenüber.
Wir sind im Begriff, zum Paradies aufzusteigen,
wie sind im Begriff, zur Hölle hinabzufahren.
(aus Charles Dickens: Eine Geschichte von zwei Städten.)

Wie das Jahr 2014 wird …

… hängt viel von Deiner Wahrnehmung und der Ausrichtung Deines Geistes ab.

50 Jahre her …

… und immer noch ein Traum.

Aus aktuellem Anlass hier ein Re-Post aus früherer Zeit:

Martin_Luther_King_I-have-a-dream

Vor 50 Jahren, am 28. August 1963, beim Marsch auf Washington hielt Martin Luther King jr. seine berühmte Rede „I have a dream“. Es wird erzählt, dass dieser Teil der Rede im Veranstaltungskommitee gestrichen worden war, aber während er schon sprach, rief Mahalia Jackson, die hinter ihm stand: „Sag es ihnen! Hey, sag es Ihnen!“ Und so wich er  von seinem vereinbarten Redetext ab und teilte seinen berühmt gewordenen Traum mit den 250.000 Menschen, die sich dort vor dem Lincoln Memorial in Washington versammelt hatten.
Dieser Teil der Rede zählt heute zu den Meisterwerken der Rhetorik.

I have a dream

  Martin_Luther_King_I-have-a-dream

Vor 45 Jahren, am 4.4.1968, wurde der afro-amerikanische Pastor, Bürgerrechtler und Friedensnobelpreisträger Martin Luther King in Memphis erschossen. Bis zu seinem Tode hat er an seiner Überzeugung festgehalten:
„Gewaltfreiheit ist die Antwort auf die entscheidende politische und moralische Frage unserer Zeit – die Notwendigkeit, dass der Mensch Unterdrückung und Gewalt überwindet, ohne zu Unterdrückung und Gewalt Zuflucht zu nehmen.“
Die Anwendung gewaltfreier Methoden im Kampf gegen die Rassentrennung in den USA verstand er als Befreiung von dem Zwang, die herrschenden Werte der Gesellschaft, in der er lebte, zu imitieren. Es ging ihm um die Durchbrechung des Gewaltzirkels.

Seit 1966 sprach King ständig von dem Zusammenhang zwischen Rassismus, Armut und Krieg. Das führte ihn in die erste Reihe der Vietnamkriegsgegner: „Ich habe selbst jahrelang Gewaltfreiheit gepredigt. Wäre es nicht inkonsequent, wenn ich nicht gegen den Vietnamkrieg Stellung nähme? .. Es ist unsere Aufgabe, für die Schwachen zu sprechen, für die, die keine Stimme haben, für die Opfer unserer Nation, für die, die sie Feinde nennt.“
Wenige Monate vor seinem Tod entwickelte King einen Plan zur politischen Mobilisierung aller Unterprivilegierten in den USA. Eine „Kampagne der Armen“ sollte die Bürger und Bürgerinnen mit der Armut im eigenen Land konfrontieren. Das Ziel war: „Macht für die Armen“. So wurde er für viele Politiker und Medienvertreter zur „unerwünschten Person“.
Der nachdrückliche Hinweis Martin Luther Kings auf den Zusammenhang zwischen Rassismus, Armut und Krieg ist auch für uns in Deutschland von bleibender Aktualität. Wo wir diesen Zusammenhang wahrnehmen, können wir manche gängigen Erklärungen und Lösungsvorschläge für innen- oder weltpolitische Probleme nicht akzeptieren, z.B. gegen Asylbewerber und Armutsflüchtlinge mehr Grenzpolizei und Gefängnisse in der „Festung Europa“; in Konfliktzonen schnelle Eingreiftruppen zur Sicherung westlicher Interessen.

(aus einem Veranstaltungsflyer zur Erinnerung an das Leben und Wirken Martin Luther Kings)

Welttag gegen Internetzensur

Am 12. März 2013 ruft Reporter ohne Grenzen (ROG) zum fünften Mal zum „Welttag gegen Internetzensur“ auf. ROG hat den Tag 2009 initiiert, um auf die weltweit zunehmende Internet-Zensur und Repressionen gegen Blogger und Internetnutzer aufmerksam zu machen.

FEINDE DES INTERNETS: FÜNF STAATEN

Der diesjährige Bericht hebt fünf Staaten hervor: SYRIEN, CHINA, IRAN, BAHRAIN und VIETNAM – die wichtigsten, aber keineswegs die einzigen Feinde des Internets. Die Regierungen dieser Länder überwachen mit Hilfe von Späh- und Zensurtechnologie gezielt Journalisten und Medien. Damit sind sie verantwortlich für schwere Verstöße gegen die Presse- und Informationsfreiheit und andere Menschenrechte.

–> Weiter lesen im Originalbeitrag …

Zum Internationalen Frauentag

Schranke_oben

Führungsspitzen

Ein Unternehmen hat seine Spitzenleute auf ein teures Seminar geschickt. Sie sollen lernen, auch in einer ungewohnten Situation Lösungen zu erarbeiten, rasch und zielgerichtet zu entscheiden.

Am zweiten Tag wird einer Gruppe von Managern die Aufgabe gestellt, die Höhe einer Schranke zu messen. Sie gehen hinaus auf den Rasen, beschaffen sich eine Leiter und ein Bandmass. Die Leiter ist aber zu kurz. Also holen sie noch einen Tisch, auf den sie die Leiter stellen. Es reicht immer noch nicht.

Sie stellen noch einen Stuhl auf den Tisch. Da das alles sehr wackelig ist, fällt der ganze Aufbau immer wieder um. Alle reden gleichzeitig. Jeder hat andere Vorschläge zur Lösung des Problems. Es ist ein heilloses Durcheinander.

Eine Frau kommt vorbei, sieht sich das Treiben ein paar Minuten lang an. Dann klappt sie wortlos die Schranke herunter, nimmt das Bandmass, misst sie vom Drehpunkt bis zum Ende und addiert die Höhe des Sockels. Sie schreibt das Ergebnis auf einen Zettel und drückt ihn zusammen mit dem Bandmass einem der Manager in die Hand. Dann geht sie wieder ihres Weges.

Kaum ist sie um die Ecke, sagt einer der Top-Manager: “Das war wieder typisch Frau, überhaupt keine Ahnung: Wir müssen die Höhe der Schranke wissen und sie sagt uns die Länge! Genau deshalb lassen wir Frauen auch nicht in den Vorstand”.

Milton Erickson

„Jeder Mensch ist ein Individuum. Die Psychotherapie sollte deshalb so definiert werden, dass sie der Einzigartigkeit der Bedürfnisse eines Individuums gerecht wird, statt den Menschen so zurechtzustutzen, dass er in das Prokrustesbett einer hypothetischen Theorie vom menschlichen Verhalten passt.“
Milton Erickson 1979

Milton Hyland Erickson (* 5. Dezember 1901 in Aurum, Nevada, † 25. März 1980 in Phoenix, Arizona) war ein amerikanischer Psychiater und Psychotherapeut, der die moderne Hypnotherapie maßgeblich prägte und ihren Einsatz als Psychotherapie förderte.