Wie der Wille zur Performance uns am Lernen hindert (TED-Talk)

11-minütiger TED-Talk über die Performance-Falle: Jedes Mal, wenn wir unter Druck stehen, etwas zu leisten, leisten wir es uns nicht zu lernen.
.
Einige Thesen und Themen aus dem Vortrag:
  • Auch wenn wir viel Zeit für eine Tätigkeit aufwenden (Beruf, Hobby, Alltagsperformance …), heißt das nicht, dass wir damit trainieren und besser darin werden.
  • Es gibt eine Performance-Zone und eine Lernzone.
  • Um dem Anspruch eine Leistung zu erbringen gerecht zu werden, gehen wir in die Performance-Zone. Damit entscheiden wir uns – oft unbewusst – gegen die Lernzone.
  • Wenn wir trainieren wollen und unser Ziel ist, etwas Neues zu lernen oder unsere Performance zu optimieren, müssen wir in die Lernzone gehen.
  • Lern- und Performance-Zone unterscheiden sich und unser Verhalten und unsere Haltung verändern sich, je nachdem in welcher Zone wir uns bewegen.
  • In der Lernzone müssen wir damit rechnen, Fehler zu machen. Dort erlauben wir es uns, Fehler zu machen. Wir lernen aus unseren Fehlern, weil wir die Grenzgebiete erforschen.
  • Untersuchungen zeigen, dass nach den ersten Berufsjahren unsere Leistung stagniert.
  • Was brauchen wir, um uns mehr in der Lernzone bewegen können …
  • Drei Dinge, die Einzelne machen können, um sich mehr in der Lernzone zu bewegen …
Hier den TED-Talk im Original anschauen mit Auswahl der Untertitel und Transkripts:
.
Ein weiterer Post / TED-Talk zu diesem Thema:

Diversity – Blue Eyed Workshop

75 Minuten Film-Dokumentation von einem Anti-Rassismus-/Diversity-Workshop. In diesem, von der amerikanischen Grundschullehrerin Jane Elliot konzipierten Workshop erfahren zwei voneinander getrennten Gruppen – die Braunäugigen und die Blauäugigen – wie Diskriminierung entsteht, welche Auswirkungen sie hat und wie schnell und leicht man ihren Dynamiken erliegt.

Informationen zum Thema Diversity, Diversity-Management, Rassismus und zu dieser Art Workshops:
http://www.diversity-works.de/startseite/

 

Kaufen oder spenden?

Am Fashion Revolution Day am 24. April führte die Organisation Fashion Revolution in Berlin ein interessantes Experiment durch: Sie stellen einen Automaten auf, wo man für 2€ ein T-Shirt kaufen konnte. Warf man 2€ ein, erhielt man eine kurze Information, unter welch ausbeuterischen Bedingungen heute die meisten T-Shirts hergestellt werden. Dann wurden die potentiellen KundInnen jedoch vor die Wahl gestellt: Wollen sie wirklich das billige T-Shirt kaufen? Oder spenden sie lieber die 2€, die sie bereits in den Automaten geworfen haben?

Das Ergebnis des Experiments ist ermutigend: Die Menschen zeigten bei Betrachtung der Bilder von den Produktionsstätten durchweg eine große Betroffenheit. Und wenn sie informiert sind, fällt den meisten die Wahl nicht schwer: Die Mehrheit entschied sich für die Spende.
Fazit: Informationen über Produktionsbedingugen können das Kaufverhalten verändern.