… you’ll not have my hatred

Eine beeindruckende Botschaft von Antoine Leiris nach den Terroranschlägen von Paris. Seine Frau, die Mutter seines kleinen Sohnes, starb beim Massaker im Bataclan:
„… Ich werde euch nicht das Geschenk machen, euch zu hassen. … Würde ich euren Hass mit Wut beantworten, würde ich der gleichen Dummheit erliegen, die euch zu dem gemacht hat, was ihr seid. … Ihr wollt mir Angst machen. Ihr wollt, dass ich meine Mitmenschen misstrauisch beäuge und ihr wollt, dass ich meine Freiheit der Sicherheit opfere. … Wir sind nur zwei, mein Sohn und ich, aber wir sind mächtiger als alle Armeen dieser Welt. … Jeden Tag seines Lebens, wird dieser kleine Junge euch mit seiner Fröhlichkeit und seiner Freiheit beleidigen. Denn auch seinen Hass werdet ihr nicht ernten können.“
Mehr in einem Artikel auf itvNews.

 

weiblich & männlich

Heute in einer Kolumne von Margarete Stokowski in der Taz gelesen und ich konnte es nicht glauben. Selbst getestet, es stimmt – und ich kann’s immer noch nicht glauben:
Das sind die Ergebnisse, wenn man im Online-Lexikon für Synonyme die Begriffe „weiblich“ und „männlich“ eingibt:
Synonyme_männlichSynonome_weiblich

Quotenregelungen überflüssig, weil die gesellschaftliche Emanzipation der Frauen ja abgeschlossen ist? Man könnte drüber lachen, wenn’s nicht zum Heulen oder Zähneknirschen wäre …

NIMBY

Fracking_508px-Rig_wind_riverNIMBY ist die Abkürzung für „Not In My Back Yard“ und bedeutet, dass ich zwar für bestimmte Dinge bin, aber bitte nicht direkt in meiner Nachbarschaft. Auf Deutsch: „St. Florians-Prinzip“ („Oh Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd’s andere an!“)

„Wir brauchen Gefängnisse und Psychiatrie! – Aber bitte nicht da, wo ich wohne!“

„Atomstrom ist sauber und ungefährlich! –  Aber baut die AKWs gefälligst weit weg von meinem Haus!“

Ein aktuelles Beispiel für die NIMBY-Heuchelei ist das Verhalten von Rex Tillerson, Chef von ExxonMobil. Tillerson ist ein glühender Verfechter der umstrittenen Gasfördermethode ‚Fracking‚ und ExxonMobil investiert seit Jahren in diesen Geschäftszweig. ABER er klagt gegen das Fracking-Projekt in seiner unmittelbaren Nachbarschaft, weil er den Werteverlust seiner Ranch fürchtet. What a NIMBY!

Hintergrundinfos dazu online in faz oder spiegel

 

Kostenloses eBook ‚Mitgefühl‘

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Kostenloses eBook über Forschung und Training von Mitgefühl.

Mitgefühl. In Alltag und Forschung
Tania Singer, Matthias Bolz (Hrsg.)

Das Buch beschreibt verschiedene Mitgefühlspraktiken aus unterschiedlichsten Perspektiven wie zum Beispiel Erfahrungen in Schulen, in der Psychotherapie, im Coaching oder im Pflegebereich. Es werden zugrunde liegende theoretische Ansätze u.a. aus dem Buddhismus, der Psychologie oder aus evolutionärer Sicht vorgestellt. Die neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse werden präsentiert und säkulare Trainingsprogramme von Mitgefühl dargestellt.

Ausgangspunkt für dieses Buch war der Workshop „How to train Compassion“ unter der Leitung von Prof. Dr. Tania Singer, an dem viele bekannte Fachleute teilgenommen haben.

Es ist in verschiedenen Formaten kostenfrei als Download erhältlich unter:
http://www.compassion-training.org

Ähnliche Beiträge:

Bundesverfassungsgericht unterstützt die Meinungsfreiheit

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Mit einem wichtigen Beschluss hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am 10. August die kritische Öffentlichkeitsarbeit von Menschenrechtsorganisationen als Bestandteil der Meinungsfreiheit und der demokratischen Kultur gesichert.

2012 waren zwei Vertreter des Brandenburger Flüchtlingsrates vom Amtsgericht Potsdam zu Geldstrafen verurteilt worden, nachdem sie öffentliche Kritik an dem Handeln einer Sachbearbeiterin des Rechtsamts geübt hatten. Mit dem „Denkzettel für strukturellen und systeminternen Rassismus“ warf der Flüchtlingsrat der Sachbearbeiterin vor, entgegen besseren Wissens einem Flüchtling Vortäuschung seiner fachärztlich bescheinigten Gehörlosigkeit unterstellt und mit dieser Begründung dem Mann die Aufenthaltserlaubnis verweigert zu haben.

Das Bundesverfassungsgericht sieht in diesem Urteil jedoch das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung der Mitarbeiter des Flüchtlingsrates verletzt und hebt es  mit seinem am 10. August veröffentlichten Beschluss auf. In ihrer Begründung heben die Richter das Recht …

–> weiter im Originalartikel bei ProAsyl

When God was a Rabbit

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„Later, as my mother entered my room to say good night, I sat up and said, ‘Nancy’s in love with you.’

‘And I’m in love with her.’
‘But what about Dad?’
She smiled. ‘I’m in love with him too.’
‘Oh. Is that allowed?’
She laughed and said, ‘For a child of the sixties, Elly . . .’
‘I know. Bit of a letdown.’
‘Never,’ she said. ‘Never. I love them differently, that’s all. I don’t sleep with Nancy.’
‘Oh God, I don’t need to know that.’
‘Yes you do. We play by our own rules, Elly, always have. That’s all we can do. For us it works.’
And she leant over and kissed me good night.“

Die Zeile „We play by our own rules…“ finde ich soooo sympathisch. Und wichtig. (Bin mir nicht sicher, ob sie damit nur sich und Nancy meint, oder ihre ganze Familie.)
Ich finde, wir sollten alle nach unseren eigenen Regeln spielen. Und wenn nötig, die Regeln immer wieder neu miteinander abgleichen und ggf. verhandeln.

Aus einem sehr berührendem Roman von  Sarah Winman. Feinfühlig beschriebene Charaktere und viele zauberhafte Erzählstränge.
Text hier leider nur auf Englisch, gibt’s aber auch auf Deutsch „Als Gott ein Kaninchen war„.

P.S.: Deutsche Übersetzung findet sich im Kommentar. Danke an Viola!