Kostenloses eBook ‚Mitgefühl‘

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Kostenloses eBook über Forschung und Training von Mitgefühl.

Mitgefühl. In Alltag und Forschung
Tania Singer, Matthias Bolz (Hrsg.)

Das Buch beschreibt verschiedene Mitgefühlspraktiken aus unterschiedlichsten Perspektiven wie zum Beispiel Erfahrungen in Schulen, in der Psychotherapie, im Coaching oder im Pflegebereich. Es werden zugrunde liegende theoretische Ansätze u.a. aus dem Buddhismus, der Psychologie oder aus evolutionärer Sicht vorgestellt. Die neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse werden präsentiert und säkulare Trainingsprogramme von Mitgefühl dargestellt.

Ausgangspunkt für dieses Buch war der Workshop „How to train Compassion“ unter der Leitung von Prof. Dr. Tania Singer, an dem viele bekannte Fachleute teilgenommen haben.

Es ist in verschiedenen Formaten kostenfrei als Download erhältlich unter:
http://www.compassion-training.org

Ähnliche Beiträge:

When God was a Rabbit

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„Later, as my mother entered my room to say good night, I sat up and said, ‘Nancy’s in love with you.’

‘And I’m in love with her.’
‘But what about Dad?’
She smiled. ‘I’m in love with him too.’
‘Oh. Is that allowed?’
She laughed and said, ‘For a child of the sixties, Elly . . .’
‘I know. Bit of a letdown.’
‘Never,’ she said. ‘Never. I love them differently, that’s all. I don’t sleep with Nancy.’
‘Oh God, I don’t need to know that.’
‘Yes you do. We play by our own rules, Elly, always have. That’s all we can do. For us it works.’
And she leant over and kissed me good night.“

Die Zeile „We play by our own rules…“ finde ich soooo sympathisch. Und wichtig. (Bin mir nicht sicher, ob sie damit nur sich und Nancy meint, oder ihre ganze Familie.)
Ich finde, wir sollten alle nach unseren eigenen Regeln spielen. Und wenn nötig, die Regeln immer wieder neu miteinander abgleichen und ggf. verhandeln.

Aus einem sehr berührendem Roman von  Sarah Winman. Feinfühlig beschriebene Charaktere und viele zauberhafte Erzählstränge.
Text hier leider nur auf Englisch, gibt’s aber auch auf Deutsch „Als Gott ein Kaninchen war„.

P.S.: Deutsche Übersetzung findet sich im Kommentar. Danke an Viola!

Steine auf dem Küchenbord


Eine schönes Büchlein fiel mir letztens mal wieder in die Hände: „Steine auf dem Küchenbord“, gesammelte Gedanken und Zitate von Astrid Lindgren:

„Es ist nicht leicht, ein Kind zu sein, las ich kürzlich in einer Zeitung, und ich war perplex, denn es passiert ja nicht jeden Tag, dass man etwas in der Zeitung liest, das wirklich wahr ist. Da spricht ein Revolutionär.“
Es ist nicht leicht, ein Kind zu sein, nein! Es ist schwer, sehr schwer. Was bedeutet es eigentlich, Kind sein? Es bedeutet, dass man zu Bett gehen, aufstehen, sich anziehen, essen, Zähne putzen und die Nase putzen muss, wann es den Großen passt und nicht einem selbst. 
Es bedeutet ferner, dass man ohne zu klagen die persönlichsten Bemerkungen von Seiten eines jeden Erwachsenen anhören muss, die das eigene Aussehen, den Gesundheitszustand, die Kleidung, die man trägt, und Zukunftsaussichten betreffen.
Ich habe mich oft gefragt, was passieren würde, wenn man die Großen in derselben Art behandeln würde.“

Ja, was würde passieren?
Obwohl – passiert nicht genau das tagtäglich? Die Arbeitszeiten sind vorgeschrieben, selbst wenn unser Biorhythmus uns zu anderen Zeiten viel produktiver sein ließe.
Wir ziehen die Kleidung an, die dem Dresscode entspricht, auch wenn sie uns gar nicht gefällt oder unbequem ist.
Wir gehen zu Parties oder Geschäftsessen, weil wir „soziale Verpflichtungen“ haben, anstatt mit den Menschen, zusammen zu sein, die wir wirklich mögen.

Bryan White hat es für mich auf den Punkt gebracht: „Wir werden gar nicht wirklich erwachsen. Wir lernen lediglich, wie wir uns in der Öffentlichkeit zu benehmen haben.“

Eigentlich traurig, oder nicht?

Alternativen?

Empathie – Entstehung und Verlust des Mitgefühls


Sendung über Empathie / Mitgefühl;
Interview und Gespräch mit: Dr. Nahlah Saimeh (Psychiaterin, Westfälisches Zentrum für forensische Psychiatrie)
Prof. Tania Singer (Neurowissenschaftlerin, Universität Zürich)
Prof. Sebastian Murken (Religionswissenschaftler und Psychologe; Universitäten Marburg und Trier)

Außerdem: Ergebnisse der wissenschaftlichen Empathieforschung und Wege, Emathie zu kultivieren.

Hintergrundtexte auf der Webseite von 3sat
u.a. ein Interview mit Arno Grün: „Das Mitgefühl ist die Basis, des menschlichen Zusammenlebens.“
Interview_Arno-Gruen
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In seinem schon 1997 veröffentlichtes Buch „Der Verlust des Mitgefühls“ betrachtet Arno Gruen aus psychoanalytischem Blickwinkel die „Politik der Gleichgültigkeit“, d.h. sowohl die individuelle Perspektive als auch die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen.
Meine Einschätzung: Immer noch hochaktuell. Lesenswert.

Erfolgreich ohne Schule

André Stern wurde nie zum Lernen gezwungen, er hat nie eine Schule besucht. Er ist Gitarrenbauer, Künstler und Autor.

Portrait auf 3sat, in dem er den Schulzwang kritisiert und über sein eigenverantwortliches Lernen als natürliches Gegenbeispiel berichtet. „Meine Eltern hatten totales Vertrauen und für sie war klar, dass ihre Kinder nicht in die Schule gehen müssen.“

Literaturtipp:

André Stern: … und ich war nie in der Schule: Geschichte eines glücklichen Kindes

Weitere Beiträge zum Thema:

 

Lesetip: Jenseits des Terrors

Der Untertitel „Was unsere Welt wirklich bedroht“ zeigt schon, dass das Autorenteam der Oxford Research Group (ORG) nicht unbedingt der Mainstreammeinung folgt. Sie stellen in Frage, dass der beschworene Internationale Terrorismus die größte Bedrohung für die Weltsicherheit darstellt, und zeigen auf, wie „diese Denkweise uns von anderen, größeren Bedrohungen ablenkt:
– dem Klimawandel
– dem Kampf um Ressourcen
– der Marginalisierung der Weltbevölkerung
– der weltweiten Militarisierung.
Wenn nicht in den nächsten Jahren weltweit koordinierte Maßnahmen ergriffen werden, wird es unausweichlich sein, dass dieser Planet ein höchst unsicherer Ort werden wird.“
Jenseits des Terrors bietet einen kurz gefassten und prägnant zugespitzten alternativen Ausweg für engagierte und betroffene Menschen in allen Bereichen der Gesellschaft.

»Dieser prägnante Text ist radikal im eigentlichen Sinne. Er ist tiefgreifender als die bisherige westliche Debatte über Sicherheit. Sie zeigt, dass die wirkliche Bedrohung für den weltweiten Frieden darin liegt, dass wir bisher die bestehenden Zusammenhänge nicht erkennen.«
Erzbischof Desmond Tutu

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Organizer-Spirale

Die »Organizer-Spirale« ist eine Anleitung zum Mächtig-Werden für politische Kampagnen, Initiativen und Projektgruppen.
In den 90er Jahren haben wir – AktivistInnen verschiedener sozialer Bewegungen – dieses Modell für ein zielgerichtetes und erfolgsorientiertes politisches Organisieren entwickelt. Seit 1993 vermitteln wir ihre Elemente, Methoden und Techniken jährlich in einem bis zu 9-tägigen Organizer-Training. Themen sind u.a.: Strategieentwicklung und Maßnahmenplanung, Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising, Gruppenaufbau und Selbstmanagment.

Derzeit wird das Training für Einzelpersonen zwar nicht mehr offen ausgeschrieben, kann jedoch von Gruppen oder Initiativen mit individuellem Zuschnitt gebucht werden.

Die Broschüre ist bei der Stiftung Mitarbeit für 6,-€ (zzgl.Vers.) bestellbar, aber auch über den Buchhandel zu beziehen.

Die Inhalte stehen auch online auf der Webseite „bürgergesellschaft.de“ kapitelweise zum Lesen und Downloaden bereit.