… you’ll not have my hatred

Eine beeindruckende Botschaft von Antoine Leiris nach den Terroranschlägen von Paris. Seine Frau, die Mutter seines kleinen Sohnes, starb beim Massaker im Bataclan:
„… Ich werde euch nicht das Geschenk machen, euch zu hassen. … Würde ich euren Hass mit Wut beantworten, würde ich der gleichen Dummheit erliegen, die euch zu dem gemacht hat, was ihr seid. … Ihr wollt mir Angst machen. Ihr wollt, dass ich meine Mitmenschen misstrauisch beäuge und ihr wollt, dass ich meine Freiheit der Sicherheit opfere. … Wir sind nur zwei, mein Sohn und ich, aber wir sind mächtiger als alle Armeen dieser Welt. … Jeden Tag seines Lebens, wird dieser kleine Junge euch mit seiner Fröhlichkeit und seiner Freiheit beleidigen. Denn auch seinen Hass werdet ihr nicht ernten können.“
Mehr in einem Artikel auf itvNews.

 

NIMBY

Fracking_508px-Rig_wind_riverNIMBY ist die Abkürzung für „Not In My Back Yard“ und bedeutet, dass ich zwar für bestimmte Dinge bin, aber bitte nicht direkt in meiner Nachbarschaft. Auf Deutsch: „St. Florians-Prinzip“ („Oh Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd’s andere an!“)

„Wir brauchen Gefängnisse und Psychiatrie! – Aber bitte nicht da, wo ich wohne!“

„Atomstrom ist sauber und ungefährlich! –  Aber baut die AKWs gefälligst weit weg von meinem Haus!“

Ein aktuelles Beispiel für die NIMBY-Heuchelei ist das Verhalten von Rex Tillerson, Chef von ExxonMobil. Tillerson ist ein glühender Verfechter der umstrittenen Gasfördermethode ‚Fracking‚ und ExxonMobil investiert seit Jahren in diesen Geschäftszweig. ABER er klagt gegen das Fracking-Projekt in seiner unmittelbaren Nachbarschaft, weil er den Werteverlust seiner Ranch fürchtet. What a NIMBY!

Hintergrundinfos dazu online in faz oder spiegel

 

I have a dream

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Vor 45 Jahren, am 4.4.1968, wurde der afro-amerikanische Pastor, Bürgerrechtler und Friedensnobelpreisträger Martin Luther King in Memphis erschossen. Bis zu seinem Tode hat er an seiner Überzeugung festgehalten:
„Gewaltfreiheit ist die Antwort auf die entscheidende politische und moralische Frage unserer Zeit – die Notwendigkeit, dass der Mensch Unterdrückung und Gewalt überwindet, ohne zu Unterdrückung und Gewalt Zuflucht zu nehmen.“
Die Anwendung gewaltfreier Methoden im Kampf gegen die Rassentrennung in den USA verstand er als Befreiung von dem Zwang, die herrschenden Werte der Gesellschaft, in der er lebte, zu imitieren. Es ging ihm um die Durchbrechung des Gewaltzirkels.

Seit 1966 sprach King ständig von dem Zusammenhang zwischen Rassismus, Armut und Krieg. Das führte ihn in die erste Reihe der Vietnamkriegsgegner: „Ich habe selbst jahrelang Gewaltfreiheit gepredigt. Wäre es nicht inkonsequent, wenn ich nicht gegen den Vietnamkrieg Stellung nähme? .. Es ist unsere Aufgabe, für die Schwachen zu sprechen, für die, die keine Stimme haben, für die Opfer unserer Nation, für die, die sie Feinde nennt.“
Wenige Monate vor seinem Tod entwickelte King einen Plan zur politischen Mobilisierung aller Unterprivilegierten in den USA. Eine „Kampagne der Armen“ sollte die Bürger und Bürgerinnen mit der Armut im eigenen Land konfrontieren. Das Ziel war: „Macht für die Armen“. So wurde er für viele Politiker und Medienvertreter zur „unerwünschten Person“.
Der nachdrückliche Hinweis Martin Luther Kings auf den Zusammenhang zwischen Rassismus, Armut und Krieg ist auch für uns in Deutschland von bleibender Aktualität. Wo wir diesen Zusammenhang wahrnehmen, können wir manche gängigen Erklärungen und Lösungsvorschläge für innen- oder weltpolitische Probleme nicht akzeptieren, z.B. gegen Asylbewerber und Armutsflüchtlinge mehr Grenzpolizei und Gefängnisse in der „Festung Europa“; in Konfliktzonen schnelle Eingreiftruppen zur Sicherung westlicher Interessen.

(aus einem Veranstaltungsflyer zur Erinnerung an das Leben und Wirken Martin Luther Kings)

Milton Erickson

„Jeder Mensch ist ein Individuum. Die Psychotherapie sollte deshalb so definiert werden, dass sie der Einzigartigkeit der Bedürfnisse eines Individuums gerecht wird, statt den Menschen so zurechtzustutzen, dass er in das Prokrustesbett einer hypothetischen Theorie vom menschlichen Verhalten passt.“
Milton Erickson 1979

Milton Hyland Erickson (* 5. Dezember 1901 in Aurum, Nevada, † 25. März 1980 in Phoenix, Arizona) war ein amerikanischer Psychiater und Psychotherapeut, der die moderne Hypnotherapie maßgeblich prägte und ihren Einsatz als Psychotherapie förderte.