Die Welt in der wir leben

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Ich finde es bemerkenswert, dass Einstein hier nicht von Erkenntnis, sondern von einer Entscheidung spricht.
Wann und wie treffen wir diese Entscheidung?
Und welchen Unterschied macht dies für unser Leben?
Ist sie veränderbar? Wenn ja – wie?
Wenn Du wirklich eine Wahl hast und es DEINE Entscheidung ist – welche Welt wählst Du?

Eine andere Welt ist möglich …

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Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Globalisierungskritikerin. Mit ihrem Roman „Der Gott der kleinen Dinge“ gewann sie den Booker-Preis.
Sie ist eine der bekanntesten Aktivistinnen gegen die überdimensionierten Staudammprojekte in Indien, Kritikerin des Kastenwesens und engagiert sich für Versöhnung und friedliches Zusammenleben von Moslems und Hindus.

Wege entstehen

Wege_gehenIn der Nähe der Universität war eine neue Wohnanlage für die Studierenden erbaut worden. Die Häuser waren bezugsfertig, die Wiesen angelegt, was noch fehlte, waren gepflasterte Wege zwischen den Häusern und zu den Bibliotheken und Lehrgebäuden.
Als die Architektin von den Arbeitern nach den Plänen für die Wege gefragt wurde, bat sie um Geduld: „Lasst uns das in ein paar Wochen entscheiden“, sagte sie.
Nach 3 Monaten machten sie einen Ortstermin und stellen fest, dass sich bereits Trampelpfade zwischen den Häusern und den anderen Gebäuden gebildet hatten.
„Hier können wir deutlich sehen, welche Wege gebraucht werden“, sagte die Architektin. „Diese Wege können Sie jetzt befestigen.“

… you’ll not have my hatred

Eine beeindruckende Botschaft von Antoine Leiris nach den Terroranschlägen von Paris. Seine Frau, die Mutter seines kleinen Sohnes, starb beim Massaker im Bataclan:
„… Ich werde euch nicht das Geschenk machen, euch zu hassen. … Würde ich euren Hass mit Wut beantworten, würde ich der gleichen Dummheit erliegen, die euch zu dem gemacht hat, was ihr seid. … Ihr wollt mir Angst machen. Ihr wollt, dass ich meine Mitmenschen misstrauisch beäuge und ihr wollt, dass ich meine Freiheit der Sicherheit opfere. … Wir sind nur zwei, mein Sohn und ich, aber wir sind mächtiger als alle Armeen dieser Welt. … Jeden Tag seines Lebens, wird dieser kleine Junge euch mit seiner Fröhlichkeit und seiner Freiheit beleidigen. Denn auch seinen Hass werdet ihr nicht ernten können.“
Mehr in einem Artikel auf itvNews.

 

Loving kindness

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Ich habe immer wieder mich gefragt, wann dieser Wechsel wohl passiert, dass die Güte, die wir kultiviert haben, beginnt, nun uns zu kultivieren. Heute denke ich, dass dies bereits beim ersten Akt der Güte beginnt. Es ist vielleicht ähnlich dem langsamen Wachsen eines Baumes: Beim ersten Mal legen wir das Samenkorn in die Erde und mit jedem weiteren Akt der Güte stärken wir sein Wachstum. Zuerst mag der Spross empfindlich sein und noch Schutz brauchen, aber dann werden Wurzeln und Stamm stärker und sie können in Wind und Wetter bestehen. Irgendwann kommt die erste Blütezeit, an der wir uns erfreuen und bald darauf nährt er uns – oder unsere Nachkommen – mit seinen Früchten.
Aber es sind nicht erst die Blüten und die Früchte, die uns für unsere Mühe belohnen. Der wahre Lohn zahlt sich bereits in dem Moment aus, in dem wir das Samenkorn in die Erde legen, da wir hier unsere Identität verändern.