Eine andere Welt ist möglich …

Neue_Welt_A-Roy
Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Globalisierungskritikerin. Mit ihrem Roman „Der Gott der kleinen Dinge“ gewann sie den Booker-Preis.
Sie ist eine der bekanntesten Aktivistinnen gegen die überdimensionierten Staudammprojekte in Indien, Kritikerin des Kastenwesens und engagiert sich für Versöhnung und friedliches Zusammenleben von Moslems und Hindus.

Kaufen oder spenden?

Am Fashion Revolution Day am 24. April führte die Organisation Fashion Revolution in Berlin ein interessantes Experiment durch: Sie stellen einen Automaten auf, wo man für 2€ ein T-Shirt kaufen konnte. Warf man 2€ ein, erhielt man eine kurze Information, unter welch ausbeuterischen Bedingungen heute die meisten T-Shirts hergestellt werden. Dann wurden die potentiellen KundInnen jedoch vor die Wahl gestellt: Wollen sie wirklich das billige T-Shirt kaufen? Oder spenden sie lieber die 2€, die sie bereits in den Automaten geworfen haben?

Das Ergebnis des Experiments ist ermutigend: Die Menschen zeigten bei Betrachtung der Bilder von den Produktionsstätten durchweg eine große Betroffenheit. Und wenn sie informiert sind, fällt den meisten die Wahl nicht schwer: Die Mehrheit entschied sich für die Spende.
Fazit: Informationen über Produktionsbedingugen können das Kaufverhalten verändern.

Monsanto gibt auf


Das ist doch mal eine gute Nachricht:
Der US-Agrarkonzern Monsanto gibt auf. „Wir machen keine Lobbyarbeit mehr für den Anbau in Europa“, sagte Monsanto Europa gegenüber der taz.

BERLIN taz | Die Anti-Gentech-Bewegung hat den wohl entscheidenden Sieg errungen: Nach ähnlichen Entscheidungen seiner Konkurrenten hat auch der weltgrößte Saatguthersteller Monsanto den Kampf für gentechnisch verändertes Saatgut in Europa aufgegeben.
Weiterlesen im Originalartikel
Film über Monsante hier im blog-post

Während die FDP ihr Bedauern ausdrückt („Monsantos Entscheidung ist ein Verlust für Deutschland und Europa.“) sage ich „Herzliche Gratulation an alle Aktivist*Innen der Anti-Gen-Tech-Bewegung für diesen Erfolg jahrelanger Arbeit !!!

Menschenrechtspreis für Marianna Tzeferakou

Sie sagt es gleich als Erstes: Dass dieser Preis nicht ihr, Marianna Tzeferakou, gebühre, sondern den vielen Aktivistinnen und Aktivisten, für die sie ihn entgegennimmt.

In Frankfurt am Main erhält die 32-Jährige am 6. September den Menschenrechtspreis der Stiftung Pro Asyl. Die Athenerin ist das Gesicht der griechischen Anwaltsvereinigung für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten. Gemeinsam mit lokalen Gruppen kämpfen die Juristen an der griechisch-türkischen Grenze gegen eine EU, die Menschen- und Völkerrecht vergisst und Flüchtlinge in ihren Schlauchbooten auf hoher See zurückweist.
Tzeferakou und ihre Mitstreiter helfen dort, wo andere Urlaub machen. Auf den ostägäischen Inseln Samos, Chios und Lesbos besuchen sie Flüchtlinge, deren Reise von der nahen türkischen Küste in den Internierungslagern endete.

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