NIMBY

Fracking_508px-Rig_wind_riverNIMBY ist die Abkürzung für „Not In My Back Yard“ und bedeutet, dass ich zwar für bestimmte Dinge bin, aber bitte nicht direkt in meiner Nachbarschaft. Auf Deutsch: „St. Florians-Prinzip“ („Oh Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd’s andere an!“)

„Wir brauchen Gefängnisse und Psychiatrie! – Aber bitte nicht da, wo ich wohne!“

„Atomstrom ist sauber und ungefährlich! –  Aber baut die AKWs gefälligst weit weg von meinem Haus!“

Ein aktuelles Beispiel für die NIMBY-Heuchelei ist das Verhalten von Rex Tillerson, Chef von ExxonMobil. Tillerson ist ein glühender Verfechter der umstrittenen Gasfördermethode ‚Fracking‚ und ExxonMobil investiert seit Jahren in diesen Geschäftszweig. ABER er klagt gegen das Fracking-Projekt in seiner unmittelbaren Nachbarschaft, weil er den Werteverlust seiner Ranch fürchtet. What a NIMBY!

Hintergrundinfos dazu online in faz oder spiegel

 

Ungesund für die Seele

Folterkeller“Irgendjemand sollte dich dafür hassen”, sagte der alte Mönch. “Vielleicht würde das helfen.”

Trotz seiner Worte blickte er ruhig, ja  fast gütig auf den Folterer, der sein Werk an dem Bruder des Gelehrten soeben vollendet hat. Dessen geschundener Leichnam lag gebrochen auf dem steinigen Boden.

“Und warum nicht Du?” fragte der kalt der Folterer. “Warum hasst Du mich nicht, obwohl Du gesehen hast, was ich gerade mit diesem Wurm getan habe und was ich morgen ebenso mit Dir machen werde?”

“Weil meine Seele schwach ist”, antwortete der Mönch. “Trotz all meiner Übungen bin ich immer noch ein selbstsüchtiger Mensch. Und ich weiß, dass meine Seele zerbrechen würde, würde ich mir erlauben, dich zu hassen. Um am Hass nicht selber Schaden zu leiden, braucht es mehr Stärke, als ich im Laufe meines Lebens erwerben konnte.”

 

Geschlossene Heime abschaffen ?

Im Sonntaz-Streit vom 27./28. Juli geht’s um: Sollen Geschlossene Heime abgeschafft werden?

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Vielleicht ist die Frage falsch gestellt. Wie wäre es stattdessen, wenn wir uns nicht auf die äußere Form (geschlossene Türen) konzentrieren würden, sondern die Inhalte ändern würden:  Wenn die Heime ein Ort voller Respekt und Wertschätzung wären? Wenn Kinder und Jugendliche dort liebevollen Beistand und Unterstützung erfahren würden; wenn im Mittelpunkt der Pädagogik der Glaube an die Träume der Betroffenen stehen würde und das Vertrauen in ihre tiefen, vielleicht noch versteckten Fähigkeiten, diese Träume zu verwirklichen …
Vielleicht bräuchte es dann immer noch die Türen, aber dann um sich vor dem Ansturm zu schützen, weil Kinder und Jugendliche in Lebenskrisen dort Zuflucht suchen möchten.

Mit einer „Jugendhilfe-Einrichtung“, aus der Jugendliche fliehen wollen, anstatt dort Zuflucht zu suchen, scheint grundlegend etwas nicht zu stimmen.
Ich finde so eine Einrichtung verdient nicht einmal den Namen „Heim“.

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Die drei Ausgaben der Sutras

Tetsugen, ein Zen-Gläubiger in Japan, entschloss sich, Sutras zu veröffentlichen, die zu jener Zeit nur in chinesischer Sprache erhältlich waren. Die Bücher sollten mit Holzblöcken in einer Auflage von siebentausend Abzügen gedruckt werden, und dies war ein gewaltiges Unterfangen.

Tetsugen begann herumzureisen und Spenden für diesen Zweck zu sammeln. Einige Sympathisanten gaben ihm hundert Goldstücke, doch zumeist erhielt er nur kleine Münzen. Er erwies jedem Spender dieselbe Dankbarkeit. Nach zehn Jahren hatte Tetsugen genügend Geld, um mit seiner Arbeit zu beginnen. Zu dieser Zeit trat plötzlich der Uji-Fluss über die Ufer, und eine Hungersnot brach aus. Tetsugen nahm den Betrag, den er für die Bücher gesammelt hatte, und gab ihn her, um andere vor dem Hungertod zu bewahren. Dann begann er wieder mit seiner Tätigkeit des Sammelns.

Einige Jahre danach überfiel eine Epidemie das Land. Tetsugen gab wieder her, was er gesammelt hatte, um seinem Volk zu helfen.

Ein drittes Mal begann er mit seiner Arbeit, und nach zwanzig Jahren wurde sein Wunsch erfüllt. Die Druckstöcke, mit denen die erste Ausgabe der Sutras hergestellt wurde, kann man noch heute im Obaku-Kloster in Kioto sehen.
Die Japaner erzählen ihren Kindern, dass Tetsugen drei Ausgaben der Sutras hergestellt habe und dass die ersten zwei unsichtbaren noch besser seien als die letzte.

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Fahne im Wind

Fahne im Wind

Zwei Zenschüler betrachteten eine Fahne, die im Wind flatterte, und diskutierten darüber.
„Es ist die Fahne, die sich bewegt“, sagte der eine.
„Nein, du hast Unrecht“, sagte der andere. „Es ist der Wind, der sich bewegt“.
Ein Meister, der den Streit mit angehört hatte, näherte sich den Schülern
und sagte: „Ihr habt beide unrecht. Es ist euer Geist, der sich bewegt.“

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